Bremsen von elektrischen Motoren

Mechanisches Bremsen

Sobald der Motor am Netz ist, wird die Bremse gelöst. Ist die Bremse spannungslos, bremst diese den Motor.

Bremsen von elektrischen Antrieben - mechanisches Bremsen

Bremsen von elektrischen Antrieben - mechanisches Bremsen

Vorteil:    Sehr schnelles Bremsen
Nachteil:  Abrieb


Gegenstrombremsung ("Reversieren")

Bei der Gegenstrombremsung schaltet man den Motor so um, dass er das Bestreben hat, in die andere Drehrichtung anzulaufen (durch Umschalten zweier Zuleitungen).

Vorteil:    Sehr schnelles Bremsen
Nachteil:  Große Stromaufnahme

                  IGegenstrom = U + Uind_
                                    Z Wicklung

Gegenstrombremsung bei Drehstromasynchronmotor - Funktionsweise

Gegenstrombremsung bei Drehstromasynchronmotor - Funktionsweise


Gleichstrombremsung (DASM)

Der Stator des abgeschalteten, aber noch rotierenden Motors wird an eine Gleichspannung angelegt. Das Gleichstrommagnetfeld induziert Spannungen und verursacht damit Ströme, die Bremswirkung haben (=> Lenz´sche Regel, Wirbelströme).

Bremsen von elektrischen Antrieben – Gleichstrombremsung bei Drehstromasynchronmotoren

Bremsen von elektrischen Antrieben – Gleichstrombremsung bei Drehstromasynchronmotoren

Nachteil:    Bremsenergie erzeugt im Läufer Wärme


Nutzbremsung bzw. Rekuperationsbremsung

Wird die Bremsenergie in elektrische Energie umgewandelt, so arbeiten die Maschinen während des Bremsvorgangs als Generatoren. Wird die Energie dem Netz zugeführt, so spricht man von Nutzbremsung.

Asynchronmotoren können nur als Generatoren nach dieser Methode arbeiten, wenn diese mit übersynchronen Drehzahl betrieben werden, d.h. wenn Läuferdrehzahl > Drehfelddrehzahl oder wenn Drehmoment und Drehzahl unterschiedliches Vorzeichen haben.

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