Stoppventile in der Pneumatik

Stoppventile in der Pneumatik – Funktionsweise und Anwendung

Stoppventile (auch als pneumatisch entsperrbare Rückschlagventile oder Stoppverschraubungen bezeichnet) werden häufig in der Pneumatik eingesetzt, wenn es darum geht, einen an Zylindern oder Motor schnell und passgenau zu stoppen sowie die Anlagensicherheit zu erhöhen.

Pneumatik Stoppventil - Schaltzeichen

Pneumatik Stoppventil - Schaltzeichen

Sie fragen sich, warum einen Zylinder nicht an der gewünschten Stellung mit einem 5/3-Wegeventil mit Sperr-Mittelstellung zu stoppen. Nun – das Wegeventil ist ein Kolbenschieberventil mit dem Nachteil, dass dieses bauartbedingt eine gewisse Leckage besitzt. Soll der Aktor über längere Zeit gehalten werden, kann sich diese Leckage bemerkbar machen. Zudem können Wegeventile oft nicht nah am Aktor verbaut werden und damit steigt die Gefahr eines Schlauchbruches. Zudem steigt die Zeitverzögerung mit zunehmender Schlauchlänge wegen der Kompressibilität der Druckluft.


Stoppventile sind hier genau die richtige Lösung. Als sogenannte Sitzventile haben sie keine Leckage, können direkt am Aktor verschraubt werden und sorgen damit für maximale Sicherheit.

Nachfolgend ein paar Schaltungsbeispiele, wie das pneumatische Stoppventil verbaut werden kann:

Pneumatik Stoppventile - Beispielschaltungen

Pneumatik Stoppventile - Beispielschaltungen

Funktion: Über einen Steueranschluss kann das Stoppventil auch in Sperrrichtung leitend geschaltet werden. Bei Druckabfall sperrt das Stoppventil sofort und sorgt dafür, dass z.B. ein Zylinder nicht unkontrolliert absacken kann.

Wichtig bei der Schaltungsentwicklung: Das Stoppventil kann nur dann sicher schließen, wenn dessen Steueranschluss entlüftet ist!