Filter

Hydraulikfilter:

Ohne Filterung kann es z.B. zu Kolbenklemmer, Ventilausfällen, Erhöhung der Leckage, Schaltzeitverlängerung, etc. kommen. Durch Schmutzteile im System wird sich der Verschleiß weiter beschleunigen, was somit einer Kettenreaktion gleichkommt.

Um die Zuverlässigkeit einer Hydraulikanlage zu garantieren, muss die Sauberkeit des Systems, also die Filterung gewährleistet sein. 

Man unterscheidet je nach Anordnung im Hydrokreis Saug-, Druck- und Rücklauffilter.

Hydraulikfilter - Funktion

Hydraulikfilter - Funktion


Der Saugfilter ist im Zulauf der Pumpe angeordnet. Die Flüssigkeit aus dem Behälter durchläuft zuerst das Filterelement, so dass nur gefiltertes Öl in das Hydrokreis gelangt. Die Filterfeinheit: üblicherweise bei > 100 μm. Meist sind diese Saugfilter schlechte zugänglich und die Wartung erweist sich dadurch schwierig. Außerdem erschwert ein Saugfilter das Ansaugen des Öls. Gewisse Pumpen (wie z.B. die Axialkolbenpumpe) dürfen deshalb nicht mit einem Saugfilter verwendet werden.

Saugfilter dienen dazu, größere Verunreinigungen zurückzuhalten, sie ersetzen jedoch nicht den Rücklauffilter.


Der Druckfilter ist in der Druckleitung eines Hydrosystems angeordnet. Dies kann am Druckanschluss der Pumpe oder vor einem Steuer- oder Regelgerät sein, das besonders vor Verschmutzung geschützt werden muss. Hochwertige Anlagen mit Proportional- und Servo-Regelventilen benutzen teilweise diese Filter.


Der Rücklauffilter ist der am meist verwendete Systemfilter. Er wird in der Rücklaufleitung eingebaut. Die Druckflüssigkeit wird gefiltert, bevor sie in den Behälter zurückfließt. Die Filter gibt es zum Einbau an Flüssigkeitsbehältern oder zum direkten Leitungseinbau.


Weitere Anwendung: Anzeige der Verschmutzung und Schutz vor zu hoher Druckdifferenz

Hydraulik Filter Verschmutzungsanzeige

Hydraulik Filter Verschmutzungsanzeige

Die Verschmutzung kann indirekt angezeigt werden über den Durchflusswiderstandes des Filterelementes. Der Staudruck wirkt auf einen kleinen Kolben gegen die Feder. Mit steigendem Druck (gleichbedeutend mit zunehmender Verschmutzung) wird der Kolben gegen die Feder gedrückt.

Wenn die Anlage auch bei verbrauchtem Filter weiter arbeiten soll, wird ein Rückschlagventil parallel zum Filter verbaut. Es öffnet, wenn die Druckdifferenz zwischen Ein- und Ausgang am Filter die Federkraft überschreitet (üblicher Wert ca. 3 bar).