Schutz elektrischer Motoren

Schutz elektrischer Motoren

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, einen Elektromotor im Betrieb vor Überlastung zu schützen:

  • Überwachung seiner Stromaufnahme z.B. durch Motorschutzschalter und Überstrom- bzw. Überlastrelais
  • Direkte Überwachung der Temperatur der Motorwicklung z.B. durch Thermistoren, was auch unter Motorvollschutz bekannt ist.

Motorschutzschalter

Der Motorschutzschalter dient grundsätzlich als Überlastungsschutz, Nichtanlauf (was bei Asynchronmotoren ein sehr hoher Strom bedeutet) und Ausfall eines Aussenleiters (bei DASM). Verbaut sind zwei Auslöser: ein thermischer Auslöser, welcher auf den Motornennstrom eingestellt werden muss und ein elektromagnetischer Auslöser, der den Kurzschlusstromschutz übernimmt.

Motorschutzschalter mit Musterschaltung 300x232 - Schutz elektrischer Motoren

Abb.:  Motorschutzschalter mit Musterschaltung


Motorschutzrelais bzw. Überlastrelais

Beim Motorschutzrelais bzw. Überstromrelais (Überlastrelais) erfolgt die Abschaltung nur thermisch und über Steuerkontakte, d.h. die Hauptkontakte öffnen nicht selbständig und es muß ein Schütz als Schaltstufe verwendet werden.

Überlastrelais 300x228 - Schutz elektrischer Motoren

Abb.: Überlastrelais mit Schaltung


Motorvollschutz

Kaltleiter - Schutz elektrischer Motoren

Schaltzeichen Kaltleiter

Problem: Die Motorwicklung kann sich überhitzen, auch wenn der Nennstrom nicht überschritten wird. Gründe hierfür können sein: Lüftungsschlitze verdreckt, Umgebungstp. zu hoch. Der Motorschutzschalter würde hier nicht ansprechen.

Abhilfe: Die Temperatur der Motorwicklung wird direkt mittels eines Thermistors (Kaltleiter) überwacht.

Bemerkung: Da hier die Temperatur der Motorwicklung direkt überwacht wird, eignet sich der Motorvollschutz für alle Arten von Elektromotoren, unabhängig von Strom- und Anschlussart.