Automatisches Abschalten

Da in Deutschland heutzutage zumeist das TN-C-S-Netz verwendet wird, soll dieses Kapitel an diesem elektrischen Versorgungsnetz erklärt werden:

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Im Falle eines Körperschlusses fließt nun der Strom über den PE-Leiter. Dieser Strom muss sehr groß sein, da er nun nicht mehr über den Verbraucher fleißt und die Verbindung zum PE-Leiter sehr niederohmig sein muss.

Der Bemessungsstrom der Sicherung wird dadurch überschritten, so dass diese innerhalb von Sekundenbruchteilen auslöst.

In den folgenden Unterkapiteln wird das Abschalten durch Überstromschutzeinrichtungen (Schmelzsicherungen, Leitungsschutzschalter) sowie das Abschalten durch RCD-Schalter erläutert.

Zum Begriff Selektivität:

Ist ein Stromnetz abzusichern, dann gilt es bei der Dimensionierung der Überstromschutzorgane die Selektivität zu beachten:

Selektivität ist dann gegeben, wenn bei hintereinander geschalteten Überstromschutzorgane nur die Sicherung auslöst, welche der Fehlerstelle am nächsten liegt.

Damit stellt Selektivität eine Form des Netzschutzes dar, um im Fehlerfall eine größtmögliche Versorgungssicherheit zu ermöglichen. Generell gilt die Regel, dass zwei hintereinander geschaltete Schmelzsicherungen sich um den Faktor 1,6 unterscheiden müssen, damit die Selektivität erfüllt ist.

Selektivität 271x300 - Automatisches Abschalten

 

Generell gilt die Regel, das zwei hintereinander geschaltete Sicherungen sich um den Faktor 1,6 unterscheiden müssen, damit die Selektivität erfüllt ist.